19.12.2019

Briefe



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ID: 12445 Brieftext


Geschrieben am: Sonntag 27.12.1891
 

Frankf. d. 27 Dec. 1891

Liebstes Lisl,

Neujahr rückt heran, und, obgleich recht unwohl, kann ich es mir doch nicht versagen Ihnen und dem theueren Manne meine treuesten innigsten Wünsche in die Ferne1 zu schicken! ach, möchten unsere Wünsche Ihnen helfen können! ob es das milde Clima wohl jetzt thut? ich hörte lange nichts von Ihnen, liebe theuere Freundin, und es vergeht doch kein Tag, wo ich Ihrer nicht in Trauer gedenke, daß Sie durch so schwere Prüfungen gehen müssen, Sie Beide, Eines für das Andere! Oft denke ich, da sollte die <>eigene Klage verstummen, wenn man Ihrer gedenkt! – Ich empfinde mit der Liebe zu Ihnen immer das Gefühl innigster Bewunderung, und so wird es bleiben. Möchte das neue Jahr uns etwas bessere Nachrichten von Ihnen bringen, bitte, bitte! nur einige, dictirte Worte. Marie sendet ebenfalls treue Wünsche Eugenie schreibt selbst. Mit dem ganzen Herzen Ihre alte Clara Schumann.

Mir geht es immer gleich schlecht! Wie geht es der theueren Mutter.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Frankfurt am Main
  Empfänger: Herzogenberg, Elisabeth von (691)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 15
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit den Familien Voigt, Preußer, Herzogenberg und anderen Korrespondenten in Leipzig / Editionsleitung: Thomas Synofzik, Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller, Ekaterina Smyka / Köln: Verlag Dohr / Erschienen: 2016
ISBN: 978-3-86846-026-1
780f.
 



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