19.12.2019

Briefe



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ID: 12485 Brieftext


Geschrieben am: Samstag 13.07.1889
 

D. 13 Juli 89
Im Begriff abzureisen noch einen wärmsten Gruß, liebste Marie! es war so ein reizender Schluß bei Ihnen – seitdem hatten wir hier noch viel unangenehmes (das erzähle ich Ihnen einmal mündlich, will’s Gott, im Herbst). So eben ist auch Eugenie fort – mir that das Herz so weh, als sie ging, ach, ich möchte meine Kinder so gern beglückt sehen! ich hoffe, sie hat einige schöne Wochen mit ihrer Freundin, freilich ganz ungetrübt kann es nicht sein, das liegt i. d. Verhältnissen.
Ich bin traurig – die Trennung wurde mir doch so schwer! ich kann gar nicht mehr recht denken! leben Sie wohl Liebste, und bleiben Sie Beide gut
Ihrer
alten treuen
Clara Schumann.

Verzeihung für diese eiligen Worte.
Ich habe am Dienstag viel an Sie gedacht, es war so herrliches Wetter für Männlein und Jungfrauen!
Die armen Fleischer’s!

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Frankfurt a.M. ?]
  Empfänger: Oriola, Marie von, geb. Christ, verh. Berna (2699)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 12
Briefwechsel Clara Schumanns mit Landgräfin Anna von Hessen, Marie von Oriola und anderen Angehörigen deutscher Adelshäuser / Editionsleitung: Thomas Synofzik, Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller / Köln: Verlag Dohr / Erschienen: 2015
ISBN: 978-3-86846-023-0
599f.
 



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