19.12.2019

Briefe



Rückwärts
	
ID: 1250 Brieftext


Geschrieben am: Montag 20.01.1851
 

Düsseldorf, den 20sten Januar 1851.

Lieber Herr Dörfel,

durch Peters werden Sie ein Exemplar meiner Oper erhalten; ich bitte Sie, es als Dankeszeichen für die Theilnahme, die Sie ihr geschenkt, anzunehmen. Wie sie ein Grund zu so hitzigen Debatten werden konnte, hatte ich nicht geahnt; wie war es möglich bei der Klarheit der Richtung, die nur die einfachsten Principien der Kunst verfolgt? Wollten Sie, wie Sie gegen mich in Leipzig äußerten, noch einmal auf die Oper zurückkommen, so däuchte es mir aber in jedem Fall beßer, geradezu irrige gegnerische Ansichten zu ignoriren, und nur das Positive der Arbeit ins Auge zu faßen. Nur auf diese Weise, glaube ich, wird etwas gefördert. Von unserem Leben hier haben Sie wohl durch Andere gehört; wir sind wohl und rüstig in Musik und Manches ist bereits auch gediehen. Es sollte mich freuen, auch einmal von Ihnen zu hören; denken Sie daran, mir einmal Nachricht zu geben

Ihrem
ergebenen
R. Schumann.

Sr. Wohlgeboren
Herrn Musiklehrer Alfred Dörffel
in
Leipzig.
frei.

[BV-A, Nr. 1769:] A. Dörffel Leipzig Daß er durch Peters ein Ex. der Oper erhalten würde. Wenn er etwas schriebe, möge er Gegnerisches ignoriren.

  Absender: Schumann, Robert (1455)
  Absendeort: Düsseldorf
  Empfänger: Dörffel, Alfred (377)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 20
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Korrespondenten in Leipzig 1830 bis 1894 / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller und Ekaterina Smyka / Dohr / Erschienen: 2019
ISBN: 978-3-86846-030-8
375ff
 



Wir verwenden Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten (Mehr Informationen).
Wenn Sie auf unserer Seite weitersurfen, stimmen Sie bitte der Cookie-Nutzung zu. Ich stimme zu.