19.12.2019

Briefe



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ID: 12509 Brieftext


Geschrieben am: Sonntag 27.10.1889
 

D. 27 Octbr 89 MYLIUSSTRASSE, 32, FRANKFURT a/M.

Lieber Herr Scholz

den Müller laden Sie, bitte ja nicht ein, damit geben wir uns ja ein Armuthszeugniß! Ich war bei Müller, habe B. zwei Proben erwirkt, und ist er sehr freundlich für B. gestimmt. –
Dienstag will ich gern kommen wenn es Morgens 9 1/2 Uhr sein kann. Sagen Sie es Borw. den ich morgen Mittag zu mir bestelle um noch eine Stunde mit ihm zu studieren. Sie machen doch die Freitag-Probe nicht vor Zuhörern? auch das, bitte nicht. Wir haben noch tüchtig an dem Concert studiert, es ist hauptsächlich doch <noch> die Technik die meisterliche, die ihm noch fehlt – es ist ja leichter, ein Stück von Liszt zu spielen, wenn man die Kräfte hat, als Beethov, wo jeder Ton von Gewicht ist.
Herzlich grüßend
Ihre
Cl. Schumann
Eilig

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Frankfurt
  Empfänger: Scholz, Bernhard [Familie] (2867)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 16
Robert und Clara Schumanns mit Bernhard Scholz und anderen Korrespondenten in Frankfurt am Main / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller und Anselm Eber / Dohr / Erschienen: 2020
ISBN: 978-3-86846-027-8
228f.
 



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