25.02.2022

Briefe



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ID: 12510
Geschrieben am: Mittwoch 30.10.1889
 

Frankf. d. 30 Octbr 89

Lieber Herr Scholz,

wir haben doch jetzt so gute Schüler, und scheint es mir doch practischer, wenn wir Diese für das Beethoven-Haus spielen lassen, z. B. Ilona Chor-Fantasie, Borwick C moll Concert ect. Sie wissen, auf mich ist kein Verlaß, dann habe ich auch schon in Bonn zu spielen (für dieselbe Gelegenheit) versprochen, und glaube, daß, wenn ich noch das Museum-<>Versprechen erfüllt, mein Körper mehr nicht hergiebt. Sie wissen ja, wie gern ich musicire, aber es läßt sich doch eben nicht erzwingen. Ich habe jetzt ein paar Tage etwas geübt, und spüre doch von dem Wenigen schon die Folgen im Rücken. Wieder auf das Concert zu kommen, ich glaube, daß auch das Publikum sich mehr für gute Schüler interressiren wird, als wenn wir Lehrer spielen. Ihre Coriolan-Ouvertüre, wie Sie sie gestern spielten, ist ja schon ein herrliches Stück in’s Programm! – Mit dem Borwick würde ich gleich darauf los studieren, wenn Sie es wollten ect. ect. Die Ilona wird die Chor-Fant. vortrefflich spielen.
Vorläufig nur dies mit herzlichem Gruße!
Ihre
Cl. Schumann
[Umschlag]
Herrn Director
Dr B. Scholz

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Frankfurt ?]
  Empfänger: Scholz, Bernhard [Familie] (2867)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 16
Robert und Clara Schumanns mit Bernhard Scholz und anderen Korrespondenten in Frankfurt am Main / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller und Anselm Eber / Dohr / Erschienen: 2020
ISBN: 978-3-86846-027-8
230f.

  Standort/Quelle:*) D-DÜhh, s: 68.6451/89
 
*) Die Auflösung der Kürzel für Bibliotheken und
Archive finden Sie hier: Online Directory of RISM Library Sigla
 
 



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