25.02.2022

Briefe



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ID: 12571
Geschrieben am: Dienstag 22.04.1890
 

Frankf. a/M d. 22 April 90

Lieber Herr Steinmetz,
mein Gruß und Dank für Ihren so lieben Brief möchte ich Ihnen doch senden. Ich habe am 20ten so lebhaft Ihrer gedacht – ach, es musste ja so traurig |2| für Sie sein zum ersten Male in das leere Haus zu kommen, wo die Liebende Sie nicht mehr erwarten konnte. Immer noch scheint es mir so unglaublich!
Ihre liebe Frau hat sich, hoffen wir, etwas in der der schönen alles mildernden, Natur gestärkt – wie sehr |3| muss sie der Erholung bedurft haben, nach so treuer langer Pflege! grüßen Sie sie recht herzlich. Mir geht es leidlich, wohl noch immer nicht ganz, aber, es wird schon kommen, der Sommer muss das seinige thun.
Unsere Pläne sind noch nicht festgesetzt – mein Arzt spricht vom Schlangenbad! |4|
Ich kenne es nicht, habe einen Schrecken bekommen – es soll so gut für die Nerven sein!
Ich komme, so bald es warm wird zu Ihnen. Heute nur noch das Herzlichste von
Ihrer ergeb
Clara Schumann

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Frankfurt am Main
  Empfänger: Steinmetz, Heinrich (3004)
  Empfangsort:

  Standort/Quelle:*) D-DÜhh, s: 51.2399
 
*) Die Auflösung der Kürzel für Bibliotheken und
Archive finden Sie hier: Online Directory of RISM Library Sigla
 
 



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