19.12.2019

Briefe



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ID: 12575 Brieftext


Geschrieben am: Sonntag 04.05.1890
 

Frankfurt d. 4 Mai 90

Lieber Joachim,

das ist ja eine herrliche Aussicht, die Sie uns eröffnen! ach, kommen Sie doch von Weimar aus zu uns auf ein paar Tage, wohnen Sie ’mal bei uns und bringen Sie Josephchen mit, wenn sie etwa dann bei Ihnen ist. Würden Sie denn auch ’mal einen Nachmittag etwas mit mir musiciren, und ein Quartett spielen? Sagen Sie mir bald ein Wort – wir sind über Ihren Brief freudig erregt. Warum ich Bonn aufgeben mußte, das sage ich Ihnen mündlich, und ich denke, es findet sich dann doch ’mal ein ruhiges Plauderstündchen. – Ich bin – nicht sehr wohl heute, d. h. seit ein paar Tagen, immer noch Folgen der Influenza, wollte aber diese Zeilen nicht länger verschieben. Also, wir sind hier, und erwarten mit Freuden Ihren und Josephchens Besuch.
In alter
Treue
Ihre
Cl. Schumann.

Welchen Datum würden Sie kommen? d. 27ten oder 28ten? sagen Sie mir dies bald!

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Frankfurt am Main
  Empfänger: Joachim, Joseph (773)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 2
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Joseph Joachim und seiner Familie / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Klaus Martin Kopitz / Dohr / Erschienen: 2019
ISBN: 978-3-86846-013-1
1388f.
 



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