19.12.2019

Briefe



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ID: 12584 Brieftext


Geschrieben am: Samstag 31.05.1890
 

D. 31 Mai 90.

Lieber Joachim

so eben höre ich von Steinmetz’ens, daß Sie Sonnabend in Marb. spielen, da vermuthe ich nun, daß Sie ohne Nothwendigkeit doch gewiß nicht am Sonntag so früh wieder aufbrechen, ich wollte Ihnen also nur sagen, daß Sie es ja sich einrichten, wie es Ihnen bequem ist, auf alle Fälle erwarten wir Sie zu Tisch – ich habe bei Sommerhoff’s für uns angenommen. Abends möchte ich doch es Einigen sagen, die Sie so gern sehen würden – nun, das ist Ihnen ja recht! – Wir sehen eben, daß der einzige Schnellzug von Marburg 7 Uhr 30 abgeht, Sie also doch Diesen Zug nehmen müßten! ich hätte so gern gehabt, daß Sie Alles recht in Ruhe machen könnten! Morgens ausschlafen, das geht nun aber doch nicht.
In herzlichster Freude auf das Wiedersehen
Ihre
alte
Cl. Sch.

Wie herrlich wäre es spielten Sie uns am 8ten die Fantasie von Robert, wenn sie Sie nicht zu sehr anstrengt.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
Absendeort: Frankfurt
  Empfänger: Joachim, Joseph (773)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 2
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Joseph Joachim und seiner Familie / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Klaus Martin Kopitz / Dohr / Erschienen: 2019
ISBN: 978-3-86846-013-1
1395f.
 



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