15.07.2019

Briefe



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ID: 12731 Brieftext


Geschrieben am: Sonntag 15.03.1891
 

Frkf. d. 15/3 91.

Meine theuere Emma

1 000 Dank für alle Deine Bemühungen, und die Bitte, daß Du solchen auch Deinem lieben Bruder sagen wollest. Es war mir freilich nicht das erwünschte Resultat, aber, es ist mir doch sehr lieb, daß ich schon jetzt es erfuhr, ehe ich allerlei Schritte dafür that. Wir müssen nun weiter sehen – es ist aber wahrhaftig erschreckend, wie es in dieser (Ferdinand) Familie aussieht. Davon läßt sich keinen Begriff geben.
Ich muß Dir mit dem Danke zugleich Lebewohl sagen, weil ich furchtbar beschäfftigt bin – leider auch gar nicht recht wohl. Einige große Genüsse hatten wir jetzt aber durch Sonnenthal, der ein großer Künstler ist. Solche Leistungen begleiten Einen durchs Leben.
Ade, Du gute, liebe Emma.
Deine alte
Clara.

[Umschlag]
Frau
Emma Preusser.
16 Lüttichaustraße
Dresden A.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Frankfurt am Main
  Empfänger: Preußer, Emma (1204)
  Empfangsort: Dresden
  SBE: II.15, S. 343f.
 



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