19.12.2019

Briefe



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ID: 12742 Brieftext


Geschrieben am: Donnerstag 16.04.1891
 

D. 16 April 1891.

Lieber Herr Scholz,

eben als Ihre freundlichen Zeilen1 kamen, wollte ich wegen dem Mittwoch Abend an Sie schreiben, ob Sie es nicht doch bei dem Mittwoch nach dem 26ten, also dem 29ten lassen könnten? ich soll nämlich den Monat Mai hindurch eine Cur in Baden gebrauchen, und wäre dann am 6ten Mai nicht mehr hier, möchte dann doch die Schüler nicht spielen lassen. Also, bitte, richten Sie es z. 29ten ein. Es sollen <dann doch> der Harris, White, Olsen, und, Barnett mit Minnie das Rondo v. Mendelssohn à 4/m <>spielen – es ist ein brillantes Stück. Der White wäre mir doch zu unglücklich, wenn Harris, der in Mariens Klasse ist spielt, und er nicht. Wir wollen noch recht studieren – es war schon gestern besser mit ihm.
Sagen Sie mir ein Wort, ob Sie es arrangieren können? Für Ihre Aufforderung zu dem Souper besten Dank, aber in meiner Husten-Verfassung kann ich solche Extravaganzen nicht unternehmen, überhaupt nicht nach dem Concert zu einem Souper gehen, thue es schon seit Jahren nicht mehr. Es thut mir leid dem lieben Heermann unsere Theilname nicht beweisen zu können, ich hoffe aber, er ist überzeugt von meiner warmen Gesinnung für ihn als Künstler, und als Mensch.
Herzlich Sie grüßend
Ihre
Clara Schumann.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Frankfurt a.M.]
  Empfänger: Scholz, Bernhard [Familie] (2867)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 16
Robert und Clara Schumanns mit Bernhard Scholz und anderen Korrespondenten in Frankfurt am Main / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller und Anselm Eber / Dohr / Erschienen: 2020
ISBN: 978-3-86846-027-8
277f.
 



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