19.12.2019

Briefe



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ID: 12890 Brieftext


Geschrieben am: Samstag 20.01.1894
 

Frankfurt a/M. 20.1.94.

Lieber Joachim,

Einige Worte, die ich leider diktieren muß, weil ich mich an die Hand gestoßen habe, worüber ich ganz bestürzt bin, denn ich wäre sehr traurig, könnte ich morgen nicht mit Ihnen spielen, worauf ich mich schon so lange gefreut. Darf ich eine Bitte aussprechen, so wäre es die, ob Sie mir statt des Brahmsschen Quartettes eines von Schumann spielen möchten, etwa das 2. oder 3.? Da doch die Sonate Brahms ist, so wäre mir das erwünschter, gerade von Ihnen noch einmal zu hören. Dürfte ich Sie dann bitten, die Musik mitzubringen und nun noch etwas, bitte, kommen Sie 6 1/2 Uhr allein, damit ich Sie nur einmal ein wenig allein spreche; man hat doch soviel auf dem Herzen, was man von Ihnen wissen möchte. So denn auf Wiedersehen morgen Abend!
Ihre
altgetreue
Cl. Sch.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Frankfurt am Main
  Empfänger: Joachim, Joseph (773)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 2
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Joseph Joachim und seiner Familie / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Klaus Martin Kopitz / Dohr / Erschienen: 2019
ISBN: 978-3-86846-013-1
1461f.
 



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