19.12.2019

Briefe



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ID: 12902 Brieftext


Geschrieben am: Mittwoch 09.03.1892
 

Frankfurt a/m. den 9. März 1892.
Lieber Herr Levy.
Wie freundlich haben Sie mich überrascht durch Ihre wundervolle Blumensendung in mein Krankenzimmer, was Sie wohl kaum wußten. Ich habe eine ernste Lungenentzündung durchgemacht, bin jetzt in der Genesung, aber doch noch sehr schwach und noch ganz an das Zimmer gefesselt. Ich war nicht wenig erstaunt, Sie in Cannes zu wissen. Sind Sie da mit Frau und Sohn? Doch wohl? Es würde mich herzlich freuen, erhielte ich einmal ein Nachricht über Ihr Ergehen, vor allem auch das Ihres lieben Sohnes. Ich erhielt vor einiger Zeit annonym Blumen aus Cannes; waren Sie am Ende auch von diesen der Sender? Wir denken sehr daran, im Frühjahr nach Palanca zu gehen, da ich vor allem Luft und Sonne haben muß. Ich habe so heftige Neuralgie, daß ich Ihnen nicht eigenhändig danken kann. Grüßen Sie Ihre liebe Frau, möge Ihnen der Aufenthalt in Cannes ein recht erquickender sein!
In alter Ergebenheit
Ihre
Clara Schumann.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Frankfurt am Main
  Empfänger: Levy, Martin (943)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 18
Briefwechsel Clara Schumanns mit Korrespondenten in Berlin 1856 bis 1896 / Editionsleitung: Thomas Synofzik, Michael Heinemann / Herausgeber: Klaus Martin Kopitz, Eva Katharina Klein und Thomas Synofzik / Köln: Verlag Dohr / Erschienen: 2015
ISBN: 978-3-86846-055-1
422f.
 



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