19.12.2019

Briefe



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ID: 12907 Brieftext


Geschrieben am: Freitag 08.04.1892
 

Myliusstrasse, 32, Frankfurt A. M. 8. 4. 92.

Geehrte Frau Sachse,

Ich kann es mir doch nicht versagen, Ihnen durch einige Worte auszusprechen, wie herzlich Ihre feinsinnigen Zeilen1 über Paradies und Peri mich erfreut haben. Sie haben recht, wenn Sie sagen, daß diese Musik eine himmlische ist und wahres Labsal in unserer musikalisch so <>zerfahrenen Zeit ist. Ihre liebe Handschrift führte mich recht in die Vergangenheit, wo das freundliche, gütige Gesicht Ihres theuren Vaters mir beim öffentlich Auftreten immer entgegen geleuchtet hat. Ach, wie <v>Viele sind dahin gegangen! – Neuralgie verhindert mich am eigenhändigen Schreiben, enschuldigen [sic] Sie es. –
Mit herzlichem Gruße
Ihre ergebene
Clara Schumann.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Frankfurt am Main
  Empfänger: Sachsse, Elisabeth, geb. Grabau (2820)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 20
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Korrespondenten in Leipzig 1830 bis 1894 / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller und Ekaterina Smyka / Dohr / Erschienen: 2019
ISBN: 978-3-86846-030-8
433
 



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