19.12.2019

Briefe



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ID: 13024 Brieftext


Geschrieben am: Mittwoch 11.10.1893
 

Frankfurt d. 11 Oct. 93

Geehrteste Frau,

wie leid ist es mir, daß ich Sie nun heute abermals verfehlte! und, wie gern hätte ich Ihnen und Ihrem Herrn Gemahl heute Abend selbst gedankt für Ihre freundliche Einladung und die mir gesandten Billets. Leider ist mein Kopfleiden gerade jetzt wieder so peinigend, daß ich keine Orchester-Musik ertragen könnte, aber meine Kinder benutzen mit Freude die Billets. Ich komme nun noch mit einer Bitte und zwar der, ob Ihr Herr Gemahl mir wohl für morgen in Fidelio zwei Sperrsitze geben würde? meine Tochter möchte die Oper so gern ’mal wieder hören, und meine Enkelin würde sie zum ersten Male hören! wenn ich Ihnen nur nicht die Mühe des Schickens verursachte! wir würden die Billets ja gern immer, wenn Sie uns Solche gewähren, holen lassen, wenn Ihr Herr Gemahl uns angäbe wo?
Mit herzlichem Gruße Ihre ganz ergebene
Clara Schumann.

[Umschlag]
Frau
Hermine
Claar-
Delia.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Frankfurt am Main
  Empfänger: Claar, Hermine (2147)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 16
Robert und Clara Schumanns mit Bernhard Scholz und anderen Korrespondenten in Frankfurt am Main / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller und Anselm Eber / Dohr / Erschienen: 2020
ISBN: 978-3-86846-027-8
371f.
 



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