15.07.2019

Briefe



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ID: 13088 Brieftext


Geschrieben am: Donnerstag 26.04.1894
 

Frankfurt a./M., den 26. April 1894.

Lieber Johannes,

nur ein paar Worte heute, um Dir zu sagen, daß ich mitten drinnen in Deinem neuen Liederschatz sitze und große Freude habe. Ich bin noch nicht durch damit, nehme täglich 3 - 4 Lieder durch, natürlich jedes mehrere Male, damit ich mich gleich ganz vertraut mit jedem mache. Ich weiß immer gar nicht, welches mir lieber ist. Hättest Du etwas dagegen, wenn ich die Chorlieder 'mal
Stockhausen zeigte, d. h. er müßte sie sich vorsingen und spielen lassen. Sage es mir auf einer Postkarte, ja oder nein. Ich verstehe Dein Nein und bitte Dich, rückhaltlos mir zu antworten.

Sonst gibt es hier nichts - ich hatte viel Sonnenschein durch Eugeniens 3 wöchentlichen Besuch. Wir haben viel zusammen musiziert, natürlich zumeist Brahms!

Noch einen Händedruck für die neuen Freuden von

Deiner alten

Clara.

Gehst Du bald nach Ischl?

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Frankfurt am Main
  Empfänger: Brahms, Johannes (246)
  Empfangsort:
 



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