19.12.2019

Briefe



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ID: 13105 Brieftext


Geschrieben am: Samstag 23.06.1894
 

Interlaken1 d. 23 Juni 1894.

Lieber Herr Röntgen,

mit tiefster Betrübniß erhielten wir Ihre Trauerkunde! so mußte Ihre theuere Frau endlich doch der grausamen Krankheit erliegen, wie hart ist das! – Noch kann ich mir gar nicht denken, wie Sie den Schlag ertragen werden. Da sind aber die lieben Kinder, und die Kunst, die sie mit Ihnen so treu gepflegt – dies Alles muß Ihnen Kraft verleihen, den armen Kindern müssen Sie leben, Mutterstelle an ihnen vertreten, das ist eine große, heilige Aufgabe, in welcher alle Ihre Freunde Trost für Sie finden müssen. Ich brauche Ihnen wohl kaum zu sagen, wie wir Ihre theuere Frau im Herzen tragen, wir sahen sie genug, um sie zu lieben, und glauben Sie, daß aufs Tiefste mit Ihnen empfindet
Ihre
von Herzen ergeb
Clara Schumann.

[Umschlag]
Herrn
Director u. Kapellmeister
Julius Röntgen.
Adresse Herrn Concertmeister
Engelbert Röntgen
<Amsterdam.>
Leipzig.
<(Holland.)>

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Interlaken
  Empfänger: Röntgen, Julius (jun.) (13798)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 20
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Korrespondenten in Leipzig 1830 bis 1894 / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller und Ekaterina Smyka / Dohr / Erschienen: 2019
ISBN: 978-3-86846-030-8
797f.
 



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