19.12.2019

Briefe



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ID: 13410 Brieftext


Geschrieben am: Sonntag 03.01.1841
 

Sonntag.

Liebe Emma,
besser wäre es gewesen, Du hättest mich diesen Nachmittag besucht statt Fräulein Schloß, denn ich bin auch Patientin, befinde mich schon seit einigen Tagen sehr schlecht und heute am aller schlechtesten. An Ausgehen ist also nicht zu denken, und Morgen auch keinenfalls, denn bin ich noch so unwohl, so kann ich nicht, und geht es besser, so muß ich Abends einer sehr freundlichen Einladung zufolge zu Dr. Frege’s, und würde mich zu sehr ermüden, wenn ich Nachmittags erst in die Stadt ginge. Freuen sollte es mich, wenn ich Dich Nachmittags ein Stündchen bei mir sähe. Ich hoffe Du bist wieder wohl und hast so das neue Jahr angetreten, wozu ich gleichfalls von ganzem Herzen Dir und Deinen lieben Eltern gratuliere.
Laß mich bald mehr von Dir hören. Fr. Schloß besuche – warte nicht auf mich, und grüße sie. Ich besuche sie später einmal.
Wie immer Deine
Clara.

Fräulein
Emma Meyer

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort:
  Empfänger: Meyer, Emma, verh. Leppoc, Emma (13948)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 15
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit den Familien Voigt, Preußer, Herzogenberg und anderen Korrespondenten in Leipzig / Editionsleitung: Thomas Synofzik, Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller, Ekaterina Smyka / Köln: Verlag Dohr / Erschienen: 2016
ISBN: 978-3-86846-026-1
216f.
 



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