19.12.2019

Briefe



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ID: 13514 Brieftext


Geschrieben am: Mittwoch 05.06.1850
 

Lieber Herr Wenzel,

haben Sie etwas zufällig von meinem Manne erfahren, ob er sich das Werk von Winterfeld wünscht? ich habe es erhalten, und wüßte gern womöglich Genaueres, weil ich es gern einbinden lassen möchte. Auch wollte ich Sie bitten, ob im Falle Sie mit Härtel sprechen, und er Sie früge, <s> zu sagen, daß mein Mann das Werk schon besitzt. Ich hatte es mir nämlich bei Härtels bestellt, da sollte es 34 Thaler kosten, und durch Herrn Playdi erhielt ich es vom Antiquar für 26 Thaler, schickte also das Andere zurück mit dem Bemerken, ich habe von Ihnen erfahren, daß es mein Mann schon besitze. Noch Eines: können Sie nicht auf geschickte Weise meinen Mann Freitag Abend bis 9 1/4 Uhr in der Stadt zurückhalten? ich lasse nämlich Freitag Abend 1/2 9 Uhr meine Kinder Marie und Elise von Dresden kommen, um ihn Sonnabend Früh zu überraschen, er soll also vorher nichts davon merken, ich hole sie <also> vom Bahnhof, und bringe sie dann gleich zu Bett, kommt also <>mein Mann 1/2 10 Uhr zu [sic] Haus, so kann er nichts merken. Verzeihen Sie meine Eile, und bitte nur ein Wörtchen Antwort (aber ja nur an mich)!
Ihre
ergebene
Cl. Schumann

Mittwoch.

Herrn
Herrn Wenzel.
<Magazinstr. Nr 17
oder im>
Conservatorium.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
Absendeort: Leipzig
  Empfänger: Wenzel, Ernst Ferdinand (1690)
Empfangsort: Leipzig
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 20
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Korrespondenten in Leipzig 1830 bis 1894 / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller und Ekaterina Smyka / Dohr / Erschienen: 2019
ISBN: 978-3-86846-030-8
886f.
 



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