19.12.2019

Briefe



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ID: 13752 Brieftext


Geschrieben am: Montag 14.11.1881
 

Frankfurt a/m d. 14 Nov. 81.
Myliusstraße 32. –
Geehrtester Herr Doctor,
schon seit lange beschäftigt mich der Gedanke, was mit den Manuskripten meines Mannes später werden soll, da ich nicht möchte, daß sie zerstreut würden. Verschiedene musikalische Freunde, die ich deshalb befragt, riethen mir nun dieselben der Bibliothek in Berlin anzubieten. Würden Sie mir, da ich den Bibliothekar nicht kenne helfen können die Sache einzuleiten? Gern würde ich die Werke der Bibliothek ohne Weiteres vermachen, da ich aber Kinder habe, muß ich darauf sehen, daß ihnen auch ein pecuniairer Nutzen daraus erwachse. Sollte man geneigt sein auf meinen Vorschlag einzugehen, so würde ich ein Verzeichniß der Manuskripte schicken u. bitten mir ein Gebot zu thun. – Ich hoffe daß bei Ihnen alles gut geht und grüße Sie und Ihre liebe Frau von Herzen als Ihre hochachtungsvoll
ergebene
Clara Schumann.

[Umschlag]
Herrn
Dr Schöne
General-Director
der Königl Museen
in
Berlin.
81 Kurfürstenstrasse

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Frankfurt am Main
  Empfänger: Schöne, Richard (1395)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 18
Briefwechsel Clara Schumanns mit Korrespondenten in Berlin 1856 bis 1896 / Editionsleitung: Thomas Synofzik, Michael Heinemann / Herausgeber: Klaus Martin Kopitz, Eva Katharina Klein und Thomas Synofzik / Köln: Verlag Dohr / Erschienen: 2015
ISBN: 978-3-86846-055-1
531f.
 



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