15.07.2019

Briefe



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ID: 13756 Brieftext


Geschrieben am: Samstag 08.12.1888
 

Frankfurt d. 8 Dec. 1888
Lieber, bester Freund,
verzeihen Sie mir, daß ich vergaß Ihnen am 3ten meine Glückwünsche zu senden. Ach, was hatten wir nicht Alles wieder in dieser Zeit, was Körper und Seele mitnimmt! zu Allem kam noch wieder Armleiden, das noch nicht vorüber ist, und mich auch heute hindert Ihnen mehr als die treuesten Wünsche auszusprechen. Es ist ja eigentlich jeder Gedanke an Sie und Lida gemischt mit Sehnsucht und Bitte um Gesundheit, das ist die Hauptsache, denn davon hängt ja jedes Wiedersehen ab, das haben wir neulich gesehen, als wir uns so nahe, und doch so unerreichbar waren! Heute gebe ich eine kleine Dank-Gesellschaft für die Lehrer des Hoch’schen Conservatorium, die mich am 20 Oct. so herzlich und ehrend gefeiert hatten. Da giebt es viel zu thuen; die Töchter bitten eben auch ihre herzlichsten Glückwünsche dem theueren, verehrten Freunde, zu sagen.
Ihre Ihnen
Beiden treueste
Clara Schumann.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Frankfurt am Main
  Empfänger: Bendemann, Eduard (174)
  Empfangsort: Düsseldorf
  SBE: II.6, S. 369f.
 



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