19.12.2019

Briefe



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ID: 13996 Brieftext


Geschrieben am: Donnerstag 16.09.1875
 

Baden Baden d. 16ten Sept. 75.
Lieber, verehrter Herr Geh. Rath!
Ich muß Sie, so ungern ich es auch thue, heute in Anspruch nehmen, mit der Bitte, mich baldmöglichst wissen zu lassen, wie es mit der Hochschul-Angelegenheit steht. Ich befinde mich in grösster Verlegenheit, da ich fast täglich Engagementsanträge bekomme u. nichts bestimmen kann, denn wenn ich an der Hochschule gebunden wäre, so könnte ich natürlich viel weniger annehmen, als ich es im anderen Falle thun würde. Haben Sie also die Güte mich nur durch ein Wort von der Sachlage zu unterrichten. Leider hörte ich vor einigen Tagen, wie ich es uebrigens schon vermuthet hatte, dass Sie einen traurigen Ferienmonat verbracht im Ordnen des Nachlasses Ihres theuern Schwiegervaters. Möchte nur die letztvergangene Zeit Ihre liebe Frau nicht zu sehr angegriffen haben. Seien Sie Beide auf das Herzlichste gegrüßt von
Ihrer
warm ergebenen
Clara Schumann.

Adr. Baden-Baden, Lichtenthal 6a

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Baden-Baden
  Empfänger: Schöne, Richard (1395)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 18
Briefwechsel Clara Schumanns mit Korrespondenten in Berlin 1856 bis 1896 / Editionsleitung: Thomas Synofzik, Michael Heinemann / Herausgeber: Klaus Martin Kopitz, Eva Katharina Klein und Thomas Synofzik / Köln: Verlag Dohr / Erschienen: 2015
ISBN: 978-3-86846-055-1
509f.
 



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