25.02.2022

Briefe



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ID: 14264
Geschrieben am: Sonntag 30.10.1887
 

Frankf. d. 30 Octbr 87.
Liebste,
erschrecken Sie nicht gar zu sehr, wenn ich Ihnen mittheile, daß ich schon Donnerstag kommen möchte? ich leide nämlich sehr viel an Kreuz und Hüftenschmerzen, u. da meinen die |2| Kinder, es sey besser ich ruhe vor der Probe einen Tag aus. Sollte aber dem irgend Etwas im Wege stehen, so sagen Sie es mir offen, nicht wahr? das thut man unter alten Freunden.
Dann noch eine Bitte: ich möchte doch lieber Montag |3| statt Abends, Mittags zu La <>Roche gehen, weil ich doch fürchte ich werde den Abend sehr müde sein, wie es gewöhnlich den Abend nach einem Concertabend der Fall ist.
Die Stimmen ect. bringe ich, wenn ich schon Donnerstag komme selbst mit. Der |4| ┌Zug┐ kommt 7 Uhr Abends in Basel an.
Am Freitag habe ich hier in der Kammermusik Brahms wunderbares C moll Trio gespielt – das war eine Wonne! Die Aufnahme war, wie ich sie kaum enthusiastischer bei einem Ensemblestück erlebt habe. Zweiten Satz mußte ich wiederholen.
Ade, liebe Beiden.
Mit Gott bald in Basel.
Ihre Cl. Sch.
Ich glaube Eug. begleitet mich.
[Umschlag]
Schweiz.
Frau Musikdirector
Henriette Volkland
Basel
Domhof

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Frankfurt am Main
  Empfänger: Volkland, Henriette (1640)
  Empfangsort: Basel
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 10
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Theodor Kirchner, Alfred Volkland und anderen Korrespondenten in der Schweiz / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller / Dohr / Erschienen: 2022
ISBN: 978-3-86846-021-6
544f.

  Standort/Quelle:*) D-F, s: Autogr. K. Schumann, Nr. 174
 
*) Die Auflösung der Kürzel für Bibliotheken und
Archive finden Sie hier: Online Directory of RISM Library Sigla
 
 



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