15.07.2019

Briefe



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ID: 14305 Brieftext


Geschrieben am: 11.01.1896
 

Lieber Erich

welch ein nettes Briefchen hast Du mir zum Weihnachtsfest gesandt, und wie erfreulich war, was auf der letzten Seite stand, Deine gute Censur! - Ich hoffe, daß Du immer fleißig in der Schule bleibst und die Censuren immer bestens werden! - Daß Ihr das Fest so fröhlich gefeyert (das erste in Eurer neuen Heimath) war ja sehr erfreulich. Wie hübsche Geschenke habt Ihr erhalten! Wie gern hätten wir die Unseren hier für euch besorgt, aber wir wußten ja gar nicht, was Euch erfreuen und nützlich sein konnte! Nun, Eure Mama hat gewiß das Rechte getroffen mit Julien, mit der lhr lange kein Weihnachtsfest gefeyrt hattet. Bald hoffen wir Dich einmal bei uns zu sehen, jetzt sieht es aber noch traurig aus, wie immer, wenn jemand krank zu Bett liegt. Im Frühjahr hoffen wir wird Alles besser sein, und dann kommt Ihr mal. In treuer Liebe umarmt Dich, mein lieber Erich,
Deine alte
Großmutter
Clara

Hier grüßt Alles.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absender-Institution:
  Absender Ort: Frankfurt am Main
  Empfänger: Schumann, Erich (2901)
  Empfänger-Institution:
  Empfänger Ort:

  Druckort 1: Moser 1990, Julchen-Briefe, S. 197-200 (mit Faksimile)
 



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