25.02.2022

Briefe



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ID: 14328
Geschrieben am: Dienstag 28.05.1889
 

Frankf. d. 28 Mai 89.
Liebe Frau Volkland
ich wollte Ihnen immer wegen des Luther-Festspiel schreiben, wir konnten es aber erst vorgestern Abend sehen, und da wir vorher viel dagegen gehört, konnte ich Ihnen nicht zureden zu kommen. |2| Nun aber kann ich es denn auf alle Fälle ist ┌es┐ eine höchst interressante Aufführung, zwar im Saalbau eine zu kleine Bühne, aber Alles so vortrefflich einstudiert, daß man bis zum Schluß (es dauert 5 Stunden) gefesselt ist. Devrient giebt eine Meisterleistung, |3| und schafft Einem wahrhaften Genuß. Er giebt es nun am Donnerstag zum letzten Male. Machen Sie sich auf, liebste Beiden, kommen Sie mit dem Blitzzug um 3 Uhr, für Billets will ich dann sorgen. Nur um ein Thelegramm bitte ich, damit wir sorgen |4| können, daß Sie Ihre Häupter gut betten. Es wäre reizend entschlössen Sie sich, und sind wir sehr erwartungsvoll Ihrer Antwort.
Für die trauliche Stunde bei Ihnen neulich noch meinen Händedruck, und herzlichste Grüße von uns Dreien.
Ihre
alte
Cl. Schumann.
[Umschlag]
Frau
Henriette Volkland.
Basel.
(Schweiz.)
Domhof.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Frankfurt am Main
  Empfänger: Volkland, Henriette (1640)
  Empfangsort: Basel
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 10
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Theodor Kirchner, Alfred Volkland und anderen Korrespondenten in der Schweiz / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller / Dohr / Erschienen: 2022
ISBN: 978-3-86846-021-6
567f.

  Standort/Quelle:*) D-F, s: Autogr. K. Schumann, Nr. 188
 
*) Die Auflösung der Kürzel für Bibliotheken und
Archive finden Sie hier: Online Directory of RISM Library Sigla
 
 



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