19.12.2019

Briefe



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ID: 14488 Brieftext


Geschrieben am: Dienstag 12.01.1886
 

Frankft, den 12 Januar 86.

Geehrter Herr Voigt!
So herzliche Worte, wie Sie mir in Ihrem Schreiben gesagt, können mir den wohlthuendsten Eindruck machen, und kämen sie mir auch von einem ganz Fremden. Der sind Sie mir aber gar nicht, habe ich Sie doch in Ihres Vater’s Hause schon als Kind gekannt, und von Ihren musikalischen Bestrebungen und Wirksamkeit[en], wenn auch nicht direct, so doch immer durch Ihren theueren Vater gehört, so daß ich Sie längst zu den Dilletanten [sic!] zählte, die Künstler nur erfreuen können durch ihren Ernst und feinen Sinn. So nehmen Sie aber wärmsten Dank, daß Sie mir schrieben. – Schönere Befriedigung als die, zu sehen, daß, was ich angestrebt, Schumann den Menschen als Solchen näher zu führen, erreicht ist, kann mir nicht werden.
Mit freundlichstem
Gruß auch an Ihre
liebe Frau bin ich
Ihre
aufrichtig ergebene
Clara Schumann.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Frankfurt am Main
  Empfänger: Voigt, Hans (14854)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 15
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit den Familien Voigt, Preußer, Herzogenberg und anderen Korrespondenten in Leipzig / Editionsleitung: Thomas Synofzik, Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller, Ekaterina Smyka / Köln: Verlag Dohr / Erschienen: 2016
ISBN: 978-3-86846-026-1
200
 



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