19.12.2019

Briefe



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ID: 14518 Brieftext


Geschrieben am: Samstag 16.04.1859
 

Berlin d. 16 April 59.
Geehrtester Herr,
so sehr gern ich Ihren Wunsch erfüllte, so ist es mir doch gerade jetzt ganz unmöglich. Ich bin hierher so ermüdet zurückgekehrt, daß ich seit dem Radeck’schen Concerte kein Klavier mehr berührt habe, deshalb auch Herrn Stockhausen meine Mitwirkung abschlagen mußte. Wollte ich jetzt wieder spielen, so müßte ich mindestens einige Tage wieder Studien machen, um nur die Finger erst wieder etwas beweglich zu machen. Zürnen Sie mir nicht, lieber Herr Musikdirector! ich hoffe es findet sich ein anderes Mal Gelegenheit mich Ihnen gefällig zu erweisen.
Für das Billet herzlichen Dank – ich bin sehr erfreut darüber.
Hochachtungsvoll
ergeben
Ihre
Clara Schumann.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Berlin
Empfänger: Stern, Julius (1546)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 17
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Korrespondenten in Berlin 1832 bis 1883 / Editionsleitung: Thomas Synofzik, Michael Heinemann / Herausgeber: Klaus Martin Kopitz, Eva Katharina Klein und Thomas Synofzik / Köln: Verlag Dohr / Erschienen: 2015
ISBN: 978-3-86846-028-5
691f.
 



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