19.12.2019

Briefe



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ID: 14589 Brieftext


Geschrieben am: Samstag 11.10.1873
 

Baden d. 11 Octber 1873.
Liebe, geehrte Frau Berna
Sie hätten schon längst ein Dankeswort erhalten, wäre ich nicht so enorm beschäfftigt gewesen, und noch dazu geplagt mit Rheumatismus, so daß ich sonst immer dictiren mußte.
Ihrer so freundlichen Einladung folgen wir, Felix und ich, mit Vergnügen, nur kann ich eben noch gar nichts bestimmen – nur das Eine, daß ich am 22t nach Frankfurth komme, da aber doch in Frankfurt bleiben muß, um auf dem Instrument mich etwas einzuspielen. Ich denke der Sonnabend nach dem Museumconcert wird mir für Büdesheim bleiben. Felix wird wohl mit mir kommen, und dann wieder mit mir abreisen, wenn ich von Mannheim zurückkehre.
Meine Reise nach München ist ganz zweifelhaft geworden da wegen plötzlicher Krankheit des Frl. Stehle die Genovefa abgesagt wurde.
Eugenie und Marie die sehr für Ihre freundliche Einladung danken, möchte ich den Umzug zusammen machen lassen – es ist für Marie gar so schwer ganz allein nach Berlin zu kommen. Ich nehme mir vielleicht Jemand Anderes noch mit. Das ist noch Alles unbestimmt! –
Nochmals Ihnen, liebe Frau Berna von Herzen dankend zeichne ich mit in aufrichtiger Ergebenheit
Ihre
Clara Schumann.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Baden-Baden
  Empfänger: Oriola, Marie von, geb. Christ, verh. Berna (2699)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 12
Briefwechsel Clara Schumanns mit Landgräfin Anna von Hessen, Marie von Oriola und anderen Angehörigen deutscher Adelshäuser / Editionsleitung: Thomas Synofzik, Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller / Köln: Verlag Dohr / Erschienen: 2015
ISBN: 978-3-86846-023-0
471f.
 



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