19.12.2019

Briefe



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ID: 14707 Brieftext


Geschrieben am: Dienstag 15.10.1872
 

Stuttgart d. 15ten Okt.
Hochverehrte Frau,
Fürerst herzlichen Dank für Ihren lieben Brief und Ihre so gütigen Bemühungen. Nach reiferer Ueberlegung glaube ich aber doch, daß jetzt nicht die g [e] eignete Zeit ist für ein Concert in Wiesbaden, denn wenn man erst auf die Theilnahme der Umgegend rechnen muß, so ist das in dieser Herbstzeit, wo das Wetter oft plötzlich sehr schlecht wird eine missliche Sache; auch würde ich den vierten Nov. keinesfalls können, da ich am zweiten in Frankfurt mit Frau Joachim Concert gebe, und nach jedem solchen Concert einige Tage Ruhe haben muß. Am 27ten zu Ihnen zu kommen, wie Sie es so freundlich wünschen, wäre mir auch nicht möglich, da ich bis 30ten in Düsseldorf bleiben muß, und dann in Frankfurt sein muß. Ich hoffe aber, daß ich zwischen dem 2ten u. 8ten es werde einrichten können Sie zu besuchen u. schreibe ich Ihnen später darüber noch. Den Betrag der Billette in Frankfurt (4 fl. 40 für zwei Karten) wollen Sie gefälligst einsenden an „Herrn Emil Ladenburg“ Guiollettstraße.
Entschuldigen Sie, liebe, verehrte Frau, daß ich nicht eigenhändig schrieb; ich muß aber, wenn ich Concerte vorhabe meine Hand sehr schonen.
Schließlich nochmals herzlichsten Dank! Meine Eugenie, Schreiberin Dieses, sendet ihre angelegentlichsten Grüße (Marie ist noch nicht bei mir) und ich bitte Sie und Ihren verehrten Herrn Gemahl die Versicherung meiner ausgezeichnetsten Hochachtung entgegen zu nehmen, mit der ich mich zeichne
Ihre Ihnen
von Herzen
ergebene
Clara Schumann.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Stuttgart
  Empfänger: Wurmb, Emma von (3133)
  Empfangsort:
  SBE: II.12, S. 699f.
 

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