19.12.2019

Briefe



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ID: 172 Brieftext


Geschrieben am: Samstag 14.08.1841
 

Verehrtester Herr Kistner,
Es hat mir recht Leid gethan, daß Sie gestern schon fort waren, als meine Frau eine neue Phantasie mit Orchester von mir spielte. Zwar ging es noch nicht zusamen. Aber ich habe doch so viel gehört, daß sie, gut zusamen studirt, Wirkung machen muß. Sie sprachen vor einiger Zeit davon, daß Sie geneigt wären, etwas anderes als Lieder von mir verlegen zu wollen. Es fehlt auch so sehr an Compositionen für Poanoforte mit Orchester, namentlich an kürzeren, daß Sie vielleicht um so eher auf meinen Antrag eingehen.
Nach meiner schätzung gibt die Clavierstimme circa 24 Platten; Sie können danach ohngefähr auf das Ganze schließen. Als Honorar stelle ich fünfzehn L'dor fest. Gern mach ich Ihnen auch, wenn Sie es später wünschen, ein Arrangement für zwei Pianofortes. Schön wär's, wenn das Opus bis zum Concert meiner Frau (December oder Januar) im Stich vollendet wäre.
Geben Sie mir denn, verehrtester Herr, recht bald eine Zeile Antwort und theilen mir Ihre Ansicht mit.
Hochachtungsvoll
Ihr
ergebener
Robert Schumann

Sonnabend, den 14ten August 41.

  Absender: Schumann, Robert (14753)
  Absendeort: Leipzig
  Empfänger: Kistner, Friedrich (826)
  Empfänger-Institution: Kistner
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: III / Band: 4
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Leipziger Verlegern IV / Editionsleitung: Thomas Synofzik, Michael Heinemann / Herausgeber: Petra Dießner, Michael Heinemann, Thomas Synofzik und Konrad Sziedat / Köln: Verlag Dohr / Erschienen: 2010
ISBN: 978-3-86846-038-4
183f.
 

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