19.12.2019

Briefe



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ID: 17280 Brieftext


Geschrieben am: Dienstag 07.10.1856
 

d. 7ten

Verehrte Freundin

Mit den Korrekturen in der Partitur der Cäsar-Ouverture nach den Endenicher Angaben habe ich mich so lange aufgehalten, daß ich nun nicht mehr, wie ich doch wollte, zum Schreiben komme, da ich noch außerdem an Avé Lallement (zusagend) dringend zu antworten hatte. Nun will ich aber wenigstens indem ich das Mscrpt. über die Korrekturen zurücksende einen herzlichen Gruß für Sie und Johannes beifügen, und die Bitte bald von Sich einige Worte vernehmen zu lassen. An Joh. schreibe ich Sonntag musikalisch und sonst. Gehen Ihre Knaben wirklich nach Appolda? Und was haben Sie, liebe und verehrte Frau für Pläne? Normann, der mich durch sein musikalisches Wesen wahrhaft erfreute, sagte mir in den letzten Tagen er habe von einer Reise nach Schweden gehört! Wärs wirklich an dem? Das interessirt mich ja alles so sehr! Strafen Sie mein Stillschweigen durch Ignoriren desselben! – In Hannover ist’s noch still und schon kalt. Für heut Adieu
Ihr eiliger und doch
beständiger Joachim.

Absender: Joachim, Joseph (773)
  Absendeort: Hannover
  Empfänger: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 2
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Joseph Joachim und seiner Familie / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Klaus Martin Kopitz / Dohr / Erschienen: 2019
ISBN: 978-3-86846-013-1
286f.
 



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