19.12.2019

Briefe



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ID: 17286 Brieftext


Geschrieben am: Mittwoch 24.12.1856
 

Nur in aller Eile ein paar Worte, liebe Freundin! Ich komme nicht: Probe zum Concert am 27 in dem ich spiele und dirigire. Ich bin heute etwas gehetzt – die Iphigenien Ouvert. von Gluck habe ich corrigiren müssen, sie war ganz fehlerhaft hier gespielt worden; auch übrige Besorgungen zum Concert u. s. w. Wegen Ihres Kommens zum 3ten Concert habe ich heute Grf. Platen gesprochen. Es kann nicht mehr geändert werden, liebe Frau Schumann, Sie müssen am 10ten kommen. Der Graf hatte eigends [sic] an J aell, der ursprünglich als Hof-Pianist drin spielen sollte, nach Venedig geschrieben, „mir zu lieb“ und um „Ihnen seinen Eifer zu beweisen“, da er sich wohl von vorigem Jahr her schuldig fühlt – kurz er bittet dringend bei dem 10ten J. zu bleiben und auch ich ersuche – lassen Sie uns nicht im Stich. Ich mußte das noch heute sagen; längeres, freundlicheres morgen an Sie und Johannes. Alles Gute zum Fest, an dem ich so gerne
mit Ihnen und den Ihrigen wäre als ein Ihriger
Joseph J.

Frau Klara Schumann
Duesseldorf

  Absender: Joachim, Joseph (773)
  Absendeort:
  Empfänger: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 2
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Joseph Joachim und seiner Familie / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Klaus Martin Kopitz / Dohr / Erschienen: 2019
ISBN: 978-3-86846-013-1
307f.
 



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