19.12.2019

Briefe



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ID: 17306 Brieftext


Geschrieben am: Dienstag 16.03.1858
 

Dienstag

Liebe Frau Schuman

Gott lob, daß Sie, theuere Freundin wieder in der Nähe sind! Ich habe eben an Johannes nach Hamburg geschrieben, ob er Freitag Morgens sein Concert probiren will. Ist er schon bei Ihnen, so theilen Sie es ihm mit. Wie schön wenn Sie zusammen kommen! Heute Abend bin ich im Schloß um mit Dreyschock, der schon 6 Wochen mindestens hier ist, zu spielen. Ich werde erfragen, ob wir etwa Sonntag bei Hof spielen können. Brahms würde, hoffe ich, bei mir wohnen. Wollten Sie aber nicht jetzt kommen, so könnte es noch mindestens 14 Tage dauern bis es möglich wäre eine Probe zu halten. Wenn Sie kommen zur Freitag-Probe, so bitte ich es zu telegraphiren, mir zum Privatvergnügen, aus einem Grunde, den Sie Sonnabend hören sollten. Liebe Frau Schumann, wie vieles ist nach so entsetzlicher Pause im Verkehr mitzutheilen. Ich freue mich der Aussicht es sobald mündlich zu thun, und verbleibe einstweilen in aller alten Ergebenheit
der Ihre
J. J.

  Absender: Joachim, Joseph (773)
Absendeort: Hannover
  Empfänger: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
Empfangsort: Leipzig
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 2
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Joseph Joachim und seiner Familie / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Klaus Martin Kopitz / Dohr / Erschienen: 2019
ISBN: 978-3-86846-013-1
391
 



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