19.12.2019

Briefe



Rückwärts
	
ID: 17398 Brieftext


Geschrieben am: Samstag 01.10.1864 bis: 31.10.1864
 

Liebe Frau Schumann

Ich weiß nicht genau, ob Sie auf eine nochmalige Bestätigung des 26ten Nov. als Concerttag rechnen, schreibe also jedenfalls, daß von mir aus nichts anderes vorgenommen werden wird. In den letzten Tagen aber erschreckten mich allerlei Gerüchte von Ullmann für den November; ich habe aber Erkundigungen eingezogen, und die Luft ist rein. Mit unserm Vorhaben rücke ich aber noch nicht öffentlich heraus, bis Sie mir es bestimmt sagen. Meine Frau darf denn doch wohl auch zur Abwechslung beitragen? Es würde ihr erstes Auftreten werden. Die Braunschweiger wollten mich zu 3 Concerten haben, da darf ich doch auch einmal zum eigenen Spaß darunter musiciren! Ich werde in diesem Winter ein paar ganz hübsche Extra-Einnahmen haben: 4 Concerte in 4 Tagen in Holland zu 1000 Gulden, das ist ganz nett. Rubinstein hat mir von Petersburg aus geschrieben und 2 000 S. R. Garantie für Soiréen in Petersb. und Moskau geboten. Glauben Sie, daß ich hin soll? d. h. könnte die Reise für meinen kleinen Jungen etwas Erkleckliches abwerfen? Darüber wüßte ich gern Ihre Meinung in ein paar Worten. Verzeihen Sie den geschäftlichen Charakter dieser Zeilen Ihrem
Ihnen künstlerisch sehr ergebnen
Joachim.

Der kleine<n> (Johannes Georg in spe) und Mama sind wohl.

  Absender: Joachim, Joseph (773)
  Absendeort:
  Empfänger: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 2
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Joseph Joachim und seiner Familie / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Klaus Martin Kopitz / Dohr / Erschienen: 2019
ISBN: 978-3-86846-013-1
787f.
 



Wir verwenden Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten (Mehr Informationen).
Wenn Sie auf unserer Seite weitersurfen, stimmen Sie bitte der Cookie-Nutzung zu. Ich stimme zu.