19.12.2019

Briefe



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ID: 17423 Brieftext


Geschrieben am: Mittwoch 11.01.1865
 

Mittwoch

Liebe Frau Schumann

In aller Eile eine Frage, die ich Sie bitte telegrammatikalisch zu beantworten: können und wollen Sie am 21ten in unserem Abonn-Concert spielen? Grf Platen hat es mir selbst angeboten, und nur hinzugefügt, daß er leider nicht mehr als 100 Thler zur Verfügung habe, was er Ihnen wohl nicht gut anbiethen könne. Ich meinte, daß ich es auf mich nehmen wolle, es zu thun, die Summe würde für Sie kein Hinderniß sein, wenn Sie mir eine Freude machen sollten; aber es früge sich, ob Sie Zeit hätten. Und darauf bitte ich eben unverzüglich zu antworten; ich sehe Ihrem Bescheid mit Spannung entgegen. Mit dem Programm bin ich ganz einverstanden; ich habe den 17ten genommen, weil da keine Oper sein soll. Wegen der Brahmsschen Quartette will ich mich heute zu den Sängern verfügen. Ich hoffe Sie bleiben bei dem D mol Trio, das noch nicht hier gehört ist. Das Göttinger Concert von Julie v Asten ist brillant ausgefallen. Meinen Glückwunsch zu den schönen Berliner-Abenden; wer da zuhören könnte! Meinen Gruß dem unvergleichlichen Bariton.
Ihr
Joseph J.

Wir grüßen Frl. Marie auf ’s herzlichste.

  Absender: Joachim, Joseph (773)
  Absendeort:
  Empfänger: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 2
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Joseph Joachim und seiner Familie / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Klaus Martin Kopitz / Dohr / Erschienen: 2019
ISBN: 978-3-86846-013-1
813f.
 



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