19.12.2019

Briefe



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ID: 17464 Brieftext


Geschrieben am: Sonntag 07.11.1869
 

Liebe Frau Schumann

Eigentlich hatte ich mir eingebildet Sie würden heute hier bei Eckerts zu Tische sein. Schade! Nun sind Sie morgen hier,
während ich gerade nach Stettin rutsche, von wo ich Freitag Vormittag wiederkehre, vor meiner Frau. Sie schrieb gestern, daß sie (wenn Sie sie 3 Mal brauchen) die Nummern so zu stellen bittet
1. Arie aus Jephta
2. „Von ewiger Liebe“
3. a) Memnon von Schubert
b.) Soldatenbraut v. Schumann.
Mit den Walzer-Liedern von Brahms scheint es diesmal leider nichts; hoffentlich am 5ten!
Sehen werde ich Sie nun leider nicht vor Sonnabend morgen, da die dumme Stettiner Reise dazwischen kömmt. Ich habe der Grfin Oriola
versprochen zu trachten in der nächsten Woche einen Abend mit Ihnen zu verabreden, statt morgen. Am besten ich schicke den Brief mit. Adieu, liebe Frau Schumann! Es ist hier fast so schlimm wie in London mit dem sich sehen!
Ihr
Joseph

  Absender: Joachim, Joseph (773)
  Absendeort:
  Empfänger: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 2
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Joseph Joachim und seiner Familie / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Klaus Martin Kopitz / Dohr / Erschienen: 2019
ISBN: 978-3-86846-013-1
1003f.
 



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