25.02.2022

Briefe



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ID: 17503
Geschrieben am: Sonntag 01.07.1877
 

Berlin, d. 1sten Juli 1877.

Liebe, verehrte Freundin!

Wie große Freude haben Sie mir durch Ihre Gratulation gemacht! Meinen herzlichsten Dank dafür. Seit dem Tag geht es aber auch im Hause viel besser; meine liebe Ursi nimmt zusehends zu an Muth und neuen Kräften, wenn auch freilich noch viel bis zur völligen Genesung fehlt. Ich hoffe aber sie wird im Laufe dieser Woche aufstehen dürfen, da sie die kräftigere Nahrung an Trank und Speise so gut verträgt (unberufen!!). Ich sitze viel an ihrem Bett, und trachte sie zu zerstreuen, habe also nicht viel Zeit zu schreiben. Wie würde es mich freuen nun auch über Ihre Gesundheit und den Erfolg der Kur viel Befriedigendes zu hören; geben Sie nochmals eine Nachricht von Kiel? Ihre Freunde dort, Litzmann’s, Groth’s, Esmarchs, Michaelissens, bitte ich freundlichst zu grüßen. Herrn Stange danke ich noch selbst für sein treues Gedenken.
Herzlichst Ihr Sie
verehrender
Joseph J.

Sonntag.

  Absender: Joachim, Joseph (773)
  Absendeort:
  Empfänger: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 2
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Joseph Joachim und seiner Familie / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Klaus Martin Kopitz / Dohr / Erschienen: 2019
ISBN: 978-3-86846-013-1
1172f.

  Standort/Quelle:*) D-DÜhh
 
*) Die Auflösung der Kürzel für Bibliotheken und
Archive finden Sie hier: Online Directory of RISM Library Sigla
 
 



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