25.02.2022

Briefe



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ID: 17645
Geschrieben am: Freitag 28.09.1877
 

Lichtenthal d. 28ten Sept. 77.
Geehrter Herr Hegar!
Vielleicht ist es Ihnen lieber, wenn ich ein Ensemble spiele u. könnten wir dann das Programm machen wie folgt:
1) Sonate, Op. 53 für Pianoforte solo – Beethoven.
2) Quartett für Streichinstrumente.
3) Quintett — – Schumann.
Wäre Ihnen dies so lieber? Die Wahl des Streichquartettes |2| würde ich Ihnen ganz überlaßen müßen, da ich mich zwischen meinen zwei Nummern im Nebenzimmer ausruhen muß u. also <nicht> die Freude des Zuhörens nicht haben kann. Laßen Sie mich wißen, ob Ihnen das Programm so lieber ist. Die Honorarfrage glaubte ich durch Volkland erledigt. Ich hatte in Rücksicht darauf, daß ich in Basel zwei u. in Zürich ebenfalls zwei Engagements hätte, |3| mich bereit erklärt für das Honorar v. 500 frcs. für jedes Concert, zu spielen; natürlich bleibt es bei diesem Uebereinkommen, da ja ich selbst das vierte Engagement abgelehnt habe.
Von nun an ist meine Adreße: 11 In den Zelten, Berlin.
Mit herzlichen Grüßen
Ihre
Clara Schumann.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Lichtental
  Empfänger: Hegar, Friedrich (635)
  Empfangsort: Fluntern
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 10
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Theodor Kirchner, Alfred Volkland und anderen Korrespondenten in der Schweiz / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller / Dohr / Erschienen: 2022
ISBN: 978-3-86846-021-6
690f.

  Standort/Quelle:*) CH-Zz, Handschriftenabteilung, s: Ms. Briefe, Schumann 2.1, Nr. 9
 
*) Die Auflösung der Kürzel für Bibliotheken und
Archive finden Sie hier: Online Directory of RISM Library Sigla
 
 



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