25.02.2022

Briefe



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ID: 17647
Geschrieben am: Montag 05.11.1877
 

Berlin, d. 5ten Nov. 77.
Lieber Herr Hegar,
wie ich Ihnen neulich schrieb, hatte ich in Basel die Quartettunterhaltung abgeschrieben; nun erhalte ich heute einen Brief von Volkland, daß sie wegen der Quartettunterhaltung große Mühen gehabt; ferner Dieselbe schon annoncirt hätten, u. ich sie in die größte Verlegenheit setzen würde, wenn ich bei meinem Vorsatze beharrte.
Es bleibt mir nun nichts |2| anderes übrig, als in Zürich abzuschreiben, denn ich fühle mich zu wenig wohl um 3mal die Woche spielen zu können u. nun gar nach einer so großen Reise wie die von hier nach Basel. – Seien Sie mir nicht bös’, lieber Herr Hegar, es wird mir wirklich furchtbar schwer ein gegebenes Versprechen zurückzunehmen. Wo aber wie hier die Gesundheit die Nothwendigkeit auferlegt, läßt sich doch nichts machen. |3| Ich hoffe es wird mir noch ’mal Gelegenheit Ihnen zu beweisen wie gern ich Ihnen einen Gefallen thue. –
Sie u Ihre liebe Frau herzlich grüßend Ihre
stets ergebene
Clara Schumann.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Berlin
  Empfänger: Hegar, Friedrich (635)
  Empfangsort: Fluntern
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 10
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Theodor Kirchner, Alfred Volkland und anderen Korrespondenten in der Schweiz / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller / Dohr / Erschienen: 2022
ISBN: 978-3-86846-021-6
692f.

  Standort/Quelle:*) CH-Zz, Handschriftenabteilung, s: Ms. Briefe, Schumann 2.1, Nr. 11
 
*) Die Auflösung der Kürzel für Bibliotheken und
Archive finden Sie hier: Online Directory of RISM Library Sigla
 
 



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