15.07.2019

Briefe



Rückwärts
	
ID: 17771 Brieftext


Geschrieben am: Donnerstag 03.11.1864
 

Donnerstag Abend.
Liebste Frau Schumann!
Die Hälfte meines Kummers über den Abschied von Ihnen schluckte ich heute früh herunter, und treibt es mich Ihnen noch ein Wort zu senden; zumal da ich vergaß, Ihnen mitzutheilen daß mein Brief nach Hannover schon in des Königs Händen ist; daß man sich also stets einer Antwort gewärtigen kann. Wohin u. wann soll man Ihnen ’mal wieder schreiben? – Ich mache Entdeckungsreisen im Mozartschen Manuskript; und bin gar zu glücklich – aber das Eine stört mir meine Freude – daß nicht Sie die Geberin, sondern ich! es ist doch so unverdient.
Grüße an Marie, und an Sie, so recht aus vollem, warmem Herzen in treustem Dank.
die Ihrige
Anna.
Jetzt hören Sie singen
XXXX
ich höre es leider nur in Gedanken. Morgen Abend bliebe ich so gern bei meiner cousine. Was werden Sie nur spielen?! –
(Egmonds Geliebte Klärchen hieß, – O Name wundersüß! –)

  Absender: Anna, Landgräfin von Hessen (39)
  Absendeort: Baden
  Empfänger: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Empfangsort:
  SBE: II.12, S. 47f.
 



Wir verwenden Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten (Mehr Informationen).
Wenn Sie auf unserer Seite weitersurfen, stimmen Sie bitte der Cookie-Nutzung zu. Ich stimme zu.