15.07.2019

Briefe



Rückwärts
	
ID: 17812 Brieftext


Geschrieben am: Freitag 18.05.1894
 

Freitag 18ten Mai
Geliebte Frau Schumann
Ganz gerührt bin ich durch Ihre lieben, gütigen Wünsche zu meinem gestern begonnenen, neuen Lebensjahre u. ich möchte Ihnen gar zu gern persönlich u. mündlich dafür danken können! –
Heute Nachmittag um 6 Uhr, oder bald nach 6 Uhr, würde es Ihnen wohl nicht passen, herzukommen? ich wage dies zu erwähnen u. zu erbitten, weil meine Elisabeth grade heute mit mir hier daheim ist, und in den nächsten Tagen sind wir Beide viel versagt. Sie fänden uns im Garten. Sie waren um Ostern verreist, – dann war ich längere Zeit unwohl durch Erkältung, so kam es leider, leider, daß wir uns eine wahre Ewigkeit nicht sahen. Ich war sehr betrübt darüber! u. reise nun bald fort nach Panker für 6 Monate. – Meine Tochter u. Enkelin sind erst vorgestern aus Lugano, Gottlob Beide gesund, nach bangen Sorgen, bei mir eingetroffen.
Auf nur mündlichen Bescheid an den wartenden Boten darf hoffen
Ihre herzinnig treu ergebene
Anna.

  Absender: Anna, Landgräfin von Hessen (39)
  Absendeort: o. O.
  Empfänger: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Empfangsort:
  SBE: II.12, S. 204f.
 



Wir verwenden Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten (Mehr Informationen).
Wenn Sie auf unserer Seite weitersurfen, stimmen Sie bitte der Cookie-Nutzung zu. Ich stimme zu.