15.07.2019

Briefe



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ID: 17821 Brieftext


Geschrieben am: Sonntag 22.03.1891
 

Palmsonntag 1891
Theure Frau Schumann!
Eine große, große Festes-Freude wird es sein, am Oster-Sonntag 29 März Nachmittags bei Ihnen erscheinen zu dürfen, wofür ich zum Voraus gleich innig Ihnen danken möchte. – Ist Ihnen die Stunde 5 Uhr die genehme? uns würde ja diese Zeit deßhalb am beßten passen, weil wir, zuvor, in Philippsruhe frühstücken! – Und nun noch Eine Frage: würde Ihre Güte mir gestatten, meinen jüngsten Sohn Friedrich Karl Ihnen ebenfalls zuführen zu dürfen, falls er, wie ich hoffe, zum Feste Urlaub erhält, u. aus Berlin herkommt? Er würde wohl freudigst dankbar ob solcher herrlichen Aussicht sein! Sie sind so unbeschreiblich gut u. liebenswürdig, für meine Kinder u. mich, dß ich es wage, diese Erlaubniß zu erbitten! –
In Treue und Bewunderung, liebste Frau Schumann, unwandelbar die Ihrige
Anna.
Hüten Sie sich nur recht vor Kälte, bei diesem bösen Rückschlag zum Winter!

  Absender: Anna, Landgräfin von Hessen (39)
  Absendeort: o. O.
  Empfänger: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Empfangsort:
  SBE: II.12, S. 194
 



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