19.12.2019

Briefe



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ID: 17895 Brieftext


Geschrieben am: Donnerstag 20.02.1896
 

Weimar 20 Februar 1896.

Hochgeehrte gnädige Frau!

Bezugnehmend auf Ihre gütige Zuschrift theile ich Ihnen mit, dass ich natürlicherweise Ihren Wunsch ehre und in meiner neuen Schumannschrift keine Briefe von Ihnen abdrucken werde. Ich bin sogar bereit, die in meinem Besitze befindlichen Briefe aus der Schumannzeit Ihnen zu übergeben, wenn ich Ihnen dadurch einen Beweis meiner Pietät gegen den großen Namen Schumann-Wieck ablegen kann. Ich habe nur noch eine Bitte. Ich besitze |2| ein schönes Bild, Emailmalerei, welches der mündlichen Tradition zufolge Schumann als jungen Mann darstellen soll. Das Bild ist in der Öffentlichkeit nicht bekannt. Ich bitte Sie nun, wenn ich morgen nach Frankfurt komme, um die Erlaubnis Ihnen das Bild vorlegen und Ihre Meinung hören zu dürfen. Ich bin jetzt eigens zu diesem Zwecke auf der Reise nach Frankfurt und habe das Bild selbst mitgenommen, weil es zu kostbar ist, um es der Post anzuvertrauen. Ich werde so frei sein Samstag den 22. bei Ihnen vorzusprechen und verbleibe
in ausgezeichneter Hochachtung und
Verehrung
Dr Richard Batka
aus Prag.

  Absender: Batka, Richard (150)
  Absendeort: Weimar
  Empfänger: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 4
Briefwechsel Clara Schumanns mit Maria und Richard Fellinger, Anna Franz geb. Wittgenstein, Max Kalbeck und anderen Korrespondenten in Österreich / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Klaus Martin Kopitz, Anselm Eber und Thomas Synofzik / Dohr / Erschienen: 2020
ISBN: 978-3-86846-015-5
67f.
 



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