19.12.2019

Briefe



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ID: 18556 Brieftext


Geschrieben am: Dienstag 01.05.1877
 

Theuerste Frau,

Wir waren ganz gerührt u. erfreut von Ihrem lieben Anerbieten schlugen alle Vernunft über Bord u. sagten mit so viel Freuden „ja“, wie Sie sich’s gewiß nicht vorstellen können, die Sie ja glauben, dass wir Sie nur „ein ganz kleines Bischen“ gern haben u. zum großen Theil doch wegen der 9. Symphonie kommen! Ich gestehe Ihnen, daß mir diese sonst doch sehr verehrte Persönlichkeit jetzt immer gar nicht einfallen will, wenn ich an unsre Berliner Fahrt denke, da Sie so ganz allein der Magnet sind, der uns dort hin zieht. Wir haben eine solche Freude dran, dass Sie uns bei sich aufnehmen mögen u. sind ganz beglückt, durch den Gedanken eines so schönen Zusammenseins – haben Sie also Dank, verehrte u. geliebte Frau Schumann daß Sie uns diese Freude bereiten.
Tausend Grüße Marie u. auf fröhliches Wiedersehen!
Ihre dankbar ergebene
Elisabeth Herzogenberg

den 1. Mai. 77.

  Absender: Herzogenberg, Elisabeth von (691)
  Absendeort: o. O.
  Empfänger: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 15
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit den Familien Voigt, Preußer, Herzogenberg und anderen Korrespondenten in Leipzig / Editionsleitung: Thomas Synofzik, Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller, Ekaterina Smyka / Köln: Verlag Dohr / Erschienen: 2016
ISBN: 978-3-86846-026-1
411f.
 



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