19.12.2019

Briefe



Rückwärts
	
ID: 1872 Brieftext


Geschrieben am: Donnerstag 22.07.1852
 

Geehrter Herr,

im Namen meines Mannes soll ich Ihnen Beifolgendes übersenden, und ihn entschuldigen, daß er es Ihnen nicht längst schon zugeschickt; anhaltendes Unwohlsein verhinderte ihn daran, und noch heute fühlt er sich so angegriffen, daß ich es übernehmen mußte, Sie freundlich von ihm zu grüßen, und Ihnen die Versicherung zu geben, daß er mit wahrer Theilnahme für Sie Ihren Wunsch erfüllt hat. Mit ihm wünsche auch ich, daß sich Ihre Hoffnungen realisieren
möchten.
Achtungsvoll ergeben
Clara Schumann.

Düsseldorf, d. 22 July 1852

[Beilage]
Herr August Horn ist mir bereits seit dem Jahr 1844, wo er in das Leipziger Conservatorium als Eleve eintrat und auch an meinem Classenunterricht theilnahm, als ein sehr talentvoller und strebsamer junger Musiker bekannt, der die guten Hoffnungen, die man damals von ihm hegte, wahrzumachen unausgesetzt sich bemüht hat, wie es auch einige mir zu Gesicht gekommene Compositionen von ihm auf das Deutlichste darthun. Möchte er denn einen seiner tüchtigen Bildung entsprechenden praktischen Wirkungskreis recht bald finden!
Robert Schumann.

Düsseldorf, den 23sten Juli 1852.

[BV-A, Nr. 1993a:] A. Horn Leipzig Mit dem Zeugniß f. s. Anstellung in Burscheid.

  Absender: Schumann, Clara i. A. RS (1436)
  Absendeort: Düsseldorf
  Empfänger: Horn, August (741)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 20
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Korrespondenten in Leipzig 1830 bis 1894 / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller und Ekaterina Smyka / Dohr / Erschienen: 2019
ISBN: 978-3-86846-030-8
532f.
 



Wir verwenden Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten (Mehr Informationen).
Wenn Sie auf unserer Seite weitersurfen, stimmen Sie bitte der Cookie-Nutzung zu. Ich stimme zu.