19.12.2019

Briefe



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ID: 18782 Brieftext


Geschrieben am: Donnerstag 27.12.1855
 

Eine der herrlichsten Partituren meines Lieblings unter allen gottgesandten Menschen, und die schönen ersehnten Stücke von C. Sch.-- wie muthete mich das an, wie trägt beides den Stempel Ihrer gütigen Hand! Man ist’s gewohnt, in allen Dingen von Ihrer sorgenden Freundschaft beschämt zu werden - sogar die Pariser Antiquare wollten Sie in Bewegung setzen! Jemand, der bei so vielen Beschäftigungen und Gedanken für solche zarte Aufmerksamkeit Zeit behält, kann man gar nicht mit Worten danken - aber sagen muß ich Ihnen doch heute noch: Der Fidelio hat mich schon wie Waldluft nach einem Krankenzimmer erquickt, denn gerade heut mußt ich vorher die Partitur des Liszt'schen Concertes durchstudiren, das ich mit seinen ewigen Tempowechseln morgen für Jaëll dirigiren werde ----- Außerdem freilich auch die C moll Sinfonie und die Melusinen-Ouverture, und dann steht mir noch eine andere größere Freude für Sonnabend bevor, von der Sie wissen.
Freundschaftlich der Ihrige
J. J.

Grüße an Johannes. Die Märchen sind schon beim Buchbinder!

  Absender: Joachim, Joseph (773)
  Absendeort: Hannover
  Empfänger: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 2
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Joseph Joachim und seiner Familie / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Klaus Martin Kopitz / Dohr / Erschienen: 2019
ISBN: 978-3-86846-013-1
244f.
 



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