19.12.2019

Briefe



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ID: 18829 Brieftext


Geschrieben am: Sonntag 29.07.1877
 

Verehrte, liebe Frau Schumann.

Mit innigster Freude habe ich Ihren lieben Brief gelesen. Möge Elisens Glück Ihren Trennungsschmerz <>erleichtern. Es ist ja wol gewiss sehr schwer ein Kind so weit fort gehen zu sehen; doch Sie haben Elise ja schon lange entbehren müssen – Sie geht eben nur etwas weiter – und kommt gewiss jedes Jahr ihre liebe Mutter zu besuchen. – Wir leben hier, ziemlich ruhig; wenigstens von Aussen her kommt wenig Unruhe, mehr von uns selbst. Mein Paul’chen war schon recht krank hier und dies brachte grosse Angst und Unruhe. Nun ist er wieder wol, ich aber, durch die Aufregung und das Nachtwachen wieder etwas schwächer. Die Kräftigung, die ich sehr nötig habe, hat sich wenigstens verzögert. Jo ist hier, er musste mich hieher bringen, da ich doch noch zu schwach zum alleine reisen war. Es schreibt Ihnen auch selbst – Wie lange habe ich Sie nicht gesehen! Und wie lange dauert es noch?! Verzeihen Sie, dass ich so viel von mir erzälte [sic]. Sie haben jetzt gewiss kaum Zeit zum lesen! – Herzliche Grüsse an Frl. Marie u. Eugenie. – Stets Ihre
Ursi.

  Absender: Joachim, Joseph (773)
  Absendeort: Salzburg
  Empfänger: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 15
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit den Familien Voigt, Preußer, Herzogenberg und anderen Korrespondenten in Leipzig / Editionsleitung: Thomas Synofzik, Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller, Ekaterina Smyka / Köln: Verlag Dohr / Erschienen: 2016
ISBN: 978-3-86846-026-1
1176
 



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