19.12.2019

Briefe



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ID: 18916 Brieftext


Geschrieben am: Samstag 29.10.1892
 

29/10/92

Verehrte Frau Schumann

Es ist mir erst nachträglich eingefallen, daß der Vorwurf der meinem Begleitschreiben gemacht wurde nicht Sie, sondern mich treffen würde, wenn er überhaupt gerechtfertigt wäre – Jenes Schreiben hatte überhaupt nicht den Zweck zu Ihrer Kenntniß zu gelangen. Da Sie indeßen nun doch, durch eine mir unbegreifliche Indiscretion, davon gehört zu haben scheinen, so müßen Sie nunmehr auch deßen Text genau kennen. – Ich lege deshalb von Jedem der beiden <Exemplare>Briefe |2| ein Exemplar hier bei. Sie werden nun sehen daß beide Schriftstücke sich vollkommen decken in dem Wunsche, Ihnen die Möglichkeit zu bieten, auch künftig, besondere Talente unterstützen zu können, nur haben Sie vorgeschlagen die Mittel dazu nachträglich zu suchen, während ich vorsorglich darum gebeten habe, weil lezterer Modus, mir als geschäftsführender Verwalter, richtiger & namentlich leichter ausführbar erschien. – Ich glaube |4| daß Sie nach diesen Aufklärungen, alles ganz ruhig bestehen laßen können wie es jezt ist & in dieser Erwartung verbleibe ich mit freundlichsten Grüßen
Ihr ganz ergebener
E Ladenburg

  Absender: Ladenburg, Emil (901)
  Absendeort: o. O.
  Empfänger: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Empfangsort:
  SBE: II.16, S. 718f.
 



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