19.12.2019

Briefe



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ID: 18972 Brieftext


Geschrieben am: Freitag 11.06.1886
 

Altschönefeld d 11ten Juni 86
Verehrte, liebe Freundin!
Das trifft sich ja köstlich; wir sind für den Sommer hier. Da wir also noch in diesem Monat das Vergnügen haben werden, Sie hier zu begrüßen u wieder einmal in alter Traulichkeit zu sprechen, will ich für heute nur unserem herzlichen Dank und der innigen Freude, dass wir Sie erwarten dürfen, Ausdruck geben. Dass meiner Feder dieser Vorzug zu Theil wird, hat leider den Grund, dass meine Frau als Reconvalenscentin von einem heftigen Katarrh, der sie in Berlin die letzte Zeit geplagt hat, noch sehr angegriffen ist. Von der sommerlichen Frische u Freiheit erhoffen wir baldige Stärkung; die auch in den 4 Tagen unseres Hierseins bereits begonnen hat. Ganz besonders soll ich Ihnen von meiner Frau mit den schönsten Grüßen noch die Bittfrage ans Herz legen, ob Sie nicht unser Logiegast sein möchten, wenn Sie noch nicht anderweitig über Sich verfügt haben? – Dass wir, Sie und Ihre liebe Begleitung hier bei uns zu haben, als eine besondere Freude u Freundschaft empfinden würden bedarf wohl keiner Versicherung von
Ihrem herzlich u verehrungsvoll
ergebenen Lazarus

  Absender: Lazarus, Moritz (916)
  Absendeort: Alt-Schönefeld
  Empfänger: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 18
Briefwechsel Clara Schumanns mit Korrespondenten in Berlin 1856 bis 1896 / Editionsleitung: Thomas Synofzik, Michael Heinemann / Herausgeber: Klaus Martin Kopitz, Eva Katharina Klein und Thomas Synofzik / Köln: Verlag Dohr / Erschienen: 2015
ISBN: 978-3-86846-055-1
293
 

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