19.12.2019

Briefe



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ID: 19274 Brieftext


Geschrieben am: Freitag 28.02.1896
 

28 Febr. 96.

Seit vielen Wochen in strengstem Hausarrest, zuerst durch die Krankheit meiner langjährigen treuen Dienerin gefangen gehalten, dann von der Influenza durch die Pflege angesteckt, halten mich wiederum die qualvollsten Nervenschmerzen im Bann, u. es ist deshalb nicht abzusehn, wann ich der verehrtesten, geliebtesten Meisterin meinen Besuch machen darf. – Und doch vergeht kein Tag an dem nicht Herz u. Gedanken
„den alten geliebten Pfad“
wanderten!
Das soll ihr heut dies Blättchen sagen. – Ich hielt es nicht länger aus! –
Sehnlichst erhoffe ich eine doppelt sonnige Stunde |2| Stunde die mir endlich erlaubt Ihnen, theuerste Frau, die lieben gesegneten Hände zu küssen.
Tausend u. aber tausend Herzensgrüße u. Wünsche schickt der geliebten verehrten Meisterin, in unwandelbarer Liebe u. Treue u. Dankbarkeit
die kranke Mächenprinzessin
ohne Land
Elise Polko

  Absender: Polko, Elise (1197)
Absendeort: Frankfurt am Main
  Empfänger: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 16
Robert und Clara Schumanns mit Bernhard Scholz und anderen Korrespondenten in Frankfurt am Main / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller und Anselm Eber / Dohr / Erschienen: 2020
ISBN: 978-3-86846-027-8
842
 

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