19.12.2019

Briefe



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ID: 19456 Brieftext


Geschrieben am: Freitag 22.12.1882
 

Liebe Frau Schumann!

Ein Brief von Dr. von Mumm spricht sich sehr befriedigt über seine Conferenz mit Freund Julius aus. Es handelt sich wesentlich nur noch um den Termin seines Eintritts. Bezügl des Clavierlehrers bin ich ganz Ihrer Ansicht. Hätten wir Pauer haben können, so war das eine in jeder Beziehg treffliche Acquisition. So aber hat’s keine Eile u. ich habe die Hoffnung, daß wir die beiden jungen Herren R. u. S. in Ffurt, wenn Sie mir freundlich helfen wollen, gute Beziehung mit ihnen zu pflegen, auf die richtige Bahn bringen. Sie haben mir persönlich eigentlich einen recht guten Eindruck gemacht. Es würde mich freuen, wenn Sie Urspruch stimmen könnten, vernünftig zu sein. Ich kann u. werde meiner Stellung natürlich prinzipiell nichts vergeben. Er wird mich aber, wenn ich erst da bin, als einen ganz natürlichen Mann kennen lernen und vielleicht finden, daß er mit mir auskommen kann. Ich wünschte möglichst wenige Personalveränderung vornehmen zu müssen. In der Gesangsclasse gehts freilich so nicht weiter.
Mit den herzlichsten Wünschen für ein frohes Fest schließe ich u. bleibe
Ihr ergebener
B. Scholz

Br. 22 Dec. 1882.

  Absender: Scholz, Bernhard (1392)
  Absendeort: Breslau
  Empfänger: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 16
Robert und Clara Schumanns mit Bernhard Scholz und anderen Korrespondenten in Frankfurt am Main / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller und Anselm Eber / Dohr / Erschienen: 2020
ISBN: 978-3-86846-027-8
108f.
 



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